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16. Juli bis 8. August 2020 Georges Bizet, „Carmen“

Die Liebe ist für Carmen nur ein Spiel…bis sie ihr zum Verhängnis wird!

145 Jahre nach seiner Uraufführung führt uns dieses Meisterwerk des Operngenres in die Welt der Zigeuner. Das tragische Schicksal des zwischen der braven Micaëla und der feurigen Carmen hin und her gerissenen Soldaten Don José, der seine Pflicht verlässt um die große Liebe zu gewinnen, letztlich aber an der Realität scheitert und zum Mörder wird, bewegt uns bis heute.

Mit seiner Oper CARMEN schuf Georges Bizet in mehrerlei Hinsicht eine Grenzüberschreitung: Eine skandalöse Frauenfigur wie die temperamentvolle Zigeunerin, die ihre Freiheit um jeden Preis verteidigt und mit der Liebe der Männer nur spielt, hatte man bis 1875 in einer Oper noch nicht erlebt. Carmen repräsentiert eine klar sinnliche Position, sie geht Beziehungen nur auf Basis von Unabhängigkeit und Gleichberechtigung ein – ein eindeutiger Widerspruch zur bürgerlichen Moral der damaligen Zeit. Das dargestellte Milieu von Arbeitern und Kleinkriminellen brachte aber auch insgesamt völlig neue soziale Schichten auf die ehrwürdige Opernbühne. All das erregte bei der Uraufführung solchen Anstoß, dass die Oper beim Publikum durchfiel. Doch die Provokation wandelte sich nach Bizets frühem Tod einige Monate später unaufhaltsam in eine Faszination, die CARMEN zu einer der bis heute meist gespielten Opern der Welt gemacht hat. Die Habanera der Carmen oder das Torerolied des Escamillo zählen zu den bekanntesten Melodien der Musikgeschichte.

„Ganz im Sinne der Garser Dramaturgie zeigen wir CARMEN in ihrer Originalgestalt, so wie Bizet sie erdacht und komponiert hat. Mit dem analytischen Blick von Regisseur Dominik Wilgenbus soll dabei die ganze Vielschichtigkeit der Oper, mit ihren Bezügen zu Folklore und den sozialen Dimensionen der unterschiedlichen Beziehungen, zum Vorschein kommen. Georges Bizet schuf CARMEN vor dem Hintergrund einer intensiven Auseinandersetzung mit Spanien, den unterschiedlichen Volksgruppen, Volksmusik, Volksmusikinstrumentarium und Kolorit. Der Komponist zeichnete wie ein Genremaler seiner Zeit mit verschiedensten Pinseln und stellte Realität dar, so wie sie war, auch wenn die Darstellung schmerzte.“, so Intendant Dr. Johannes Wildner.

Erleben Sie die packende Geschichte von Leidenschaft bis in den Tod inmitten der tausend Jahre alten Mauern der Burg Gars. Von 16. Juli bis 8. August 2020 im Opernhaus des Waldviertels – nur eine Autostunde von Wien!

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