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FIDELIO 2019
Pizarro

Wilfried Zelinka

Bass

Der österreichische Sänger erhielt seine Ausbildung bei Karl-Ernst Hoffmann und an der Kunstuniversität Graz, welche durch Meisterkurse bei KS Thomas Hampson, KS Brigitte Fassbaender sowie Romualdo Savastano ergänzt wurde. Als Preisträger des 8. intern. Mozartwettbewerbes in Salzburg wurde er 2002 an das Opernstudio der Oper Graz engagiert und danach in das Ensemble übernommen, dessen Mitglied er seither ist.

In Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Peter Konwitschny, Tatjana Gürbaca, Aron Stiehl, Johannes Erath, Mariame Clément, Alexander Schulin, Florentine Klepper, Nadja Loschky oder Rolando Villazon erarbeitete er ein breites Repertoire an Hauptrollen seines Fachs, ua Scarpia (Tosca), Grigoris (The Greek Passion), Mephistopheles (Faust), Bartolo (Il Barbiere di Siviglia), Swallow (Peter Grimes), Pogner (Die Meistersinger von Nürnberg), Wurm (Luisa Miller), Sparafucile (Rigoletto), Baculus (Der Wildschütz), Sarastro (Die Zauberflöte), Don Profondo (il viaggio a Reims).

Prägend für die musikalische Entwicklung war die Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Dirk Kaftan, Philippe Jordan, Johannes Fritzsch, Wolfgang Bozic oder Tonu Kaljuste. Regelmäßige Gastspiele führen ihn ua an die Volksoper Wien, die Komische Oper Berlin, das Staatstheater Darmstadt, das Stadttheater Klagenfurt oder zu Festspielen wie die Styriarte oder sogar zum Bamboo Organ Festival nach Manila. In der Saison 2017/18 feierte er als Figaro in „Le nozze di Figaro“ am Theater Bonn große Erfolge. Aktuell konnte er in dieser Saison mit dem Jochanaan in der Grazer Neuinszenierung von „Salome“ überzeugen und erarbeitet sich mit dieser Rolle ein weiteres Spektrum im vielfältigen Repertoire von der leichten Muse bis hin zum deutschen Fach.

Neben dem Opernbetrieb rege Konzerttätigkeit – vor allem mit den Kantaten und Oratorien von J.S. Bach und Felix Mendelssohn – in Österreich und ganz Europa. Regelmäßig beschäftigt er sich auch mit dem Genre Lied und bringt hier neben den großen Zyklen von Schubert und Schumann auch Programme mit unbekannteren Werken zur Aufführung. Intensive Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik – auch im a-capella-Sektor – ergänzen die Arbeit des vielseitigen Künstlers.

Für die Verkörperung des Grigoris in „The Greek Passion“ wurde er 2017 mit dem österreichischen Musiktheaterpreis für die beste Darstellung einer Nebenrolle ausgezeichnet.

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