Lilli Fischer
Regie
Lilli Fischer ist eine österreichische Regisseurin für Musiktheater und lebt in Wien. Sie studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft sowie Musikwissenschaft an der Universität Wien.
Nach ersten Engagements als Regieassistentin und Spielleiterin, unter anderem beim Musiktheater Frühling Kilb und am New National Theatre in Tokio, war sie von 2015 bis 2023 an der Wiener Staatsoper engagiert. Dort arbeitete sie mit Regisseuren wie Laurent Pelly, Simon Stone und David McVicar zusammen. Außerdem leitete sie zahlreiche Wiederaufnahmen, darunter Otto Schenks Der Rosenkavalier und Andreas Homokis Lohengrin. Parallel dazu realisierte sie von 2014 bis 2016 eigene Regiearbeiten mit dem Mozart Knabenchor Wien: Brundibár, Bastien und Bastienne sowie eine Weihnachtsgeschichte.
Mit Dmitri Tcherniakov verbindet sie seit 2021 eine kontinuierliche künstlerische Zusammenarbeit. Dazu zählt seine Ring-Neuinszenierung an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, dirigiert von Christian Thielemann, mit Michael Volle und Andreas Schager in den Hauptrollen. Für die Wiederaufnahmen dieser Produktion kehrt Fischer regelmäßig nach Berlin zurück. Weitere gemeinsame Projekte führten sie u. a. nach Aix-en-Provence (Iphigénie en Aulide et Iphigénie en Tauride), nach Neapel (Rusalka, mit Asmik Grigorian in der Titelrolle) und zu den Salzburger Festspielen (Giulio Cesare in Egitto).
Seit 2023 arbeitet Lilli Fischer freischaffend. 2025 inszenierte sie Die Fledermaus für das Tokyo Spring Festival im Tokyo Bunka Kaikan, für die sie auch die Dialogfassung verfasste. 2026 gab sie mit Puccinis Gianni Schicchi, einer Produktion des Opernhauses Zürich am Theater Winterthur, ihr Regiedebüt. Für die Produktion entwickelte sie den Prolog Eine Ballnacht, der die Donati-Familie vor Buosos Tod, während eines rauschenden Festes zeigt.
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